Gemmano

Gemmano

Der größte Schatz von Gemmano ist sicherlich die schöne und vielseitige Natur. Das Gebiet hat die intakteste und interessanteste Landschaft der gesamten Provinz von Rimini aufzuweisen und ist sowohl in touristischer als auch wissenschaftlicher Hinsicht einzigartig: Die Grotten von Onferno, das Ventena-Tal, Furchen, Pfade durch kleine Dörfer und zahlreiche Panoramastellen machen aus diesem Gebiet ein Muss für alle, die sich von der modernen Zivilisation isolieren möchten und Orte lieben, in denen die Zeit stehen geblieben ist.
Es heißt, der Ortsname sei an das einzigartige Wappen gebunden: Es stellt eine Hand dar, die einen Ring mit einem riesigen Edelstein in den Himmel streckt (gemma = Edelstein, mano = Hand). Laut Tradition ist der Name an einen wundervollen Edelstein, der einer Braut aus dem Geschlecht der Malatesta – die hier zwischen dem XIV. und XV. Jahrhundert herrschten - zum Geschenk gemacht worden ist, gebunden. Experten dagegen sind der Ansicht, er bezöge sich auf den antiken “Fundus Geminianus”, Besitz der Familie Geminiana, die in zwei, in Montefiore Conca entdeckten Schriften erwähnt wird. Die Position des heutigen Wohnzentrums geht auf das Mittelalter - die Zeit der Festungen auf hohen Hügeln – zurück.

SEHENSWERT

Gemmano war eine umstrittene und wichtige Burg, von der nur wenige Überreste (wie zum Beispiel die jüngst restaurierten Mauern) zeugen. Das Zentrum wurde im Zweiten Weltkrieg bei den Bombenangriffen im September 1944 vollkommen zerstört. Die wunderschöne umliegende Natur blieb bei den düsteren Ereignissen der Neuzeit glücklicherweise unversehrt.
Eine der Hauptattraktionen sind die Grotten von Onferno, die einzigen natürlichen Grotten im Tal des Flusses Conca. Ihr beängstigender Name (onferno = inferno = Hölle) hat Anlass zu zahlreichen antiken, aber noch heute lebendigen Legenden gegeben. Die unterirdischen Gänge stammen von einem kleinen Bach, der im Laufe der Jahrtausende das Gipsmassiv, auf dem sich das “Castrum Inferi” erhob, ausgehöhlt hat. Die nicht sehr großen aber eindrucksvollen Grotten sind in Bezug auf Höhlen- und Tierforschung besonders interessant und für Besichtigungen gut ausgerüstet.
Seit dem 19. Februar 1992 ist das Gebiet von Onferno Naturschutzgebiet.
Bei dieser Gelegenheit wurde ein Projekt zur Wiedergewinnung der antiken Burg von Onferno verabschiedet. Man will ein Besucherzentrum für erholsame Wochen im Grünen schaffen.
Zu den volkstümlichen Kultstätten im Gebiet von Gemmano gehören die kleine Kirche “Santa Maria di Carbognano“, wo man ein wunderschönes Jungfrauenbildnis aus dem XVI. Jahrhundert verehrt. Das bezaubernde Tal des Flusses Ventena ist sicherlich eine der schönsten Landschaften in der gesamten Provinz von Rimini und eignet sich hervorragend für Spaziergänge, Fahrradtouren und Ausritte.

INFORMATIONEN
- Rathaus: Piazza Roma. 1 - Tel. 0541/854060
- Fremdenverkehrsverband Pro Loco: Piazza Roma, 1 - Tel. 0541/854060
- Grotte di Onferno: Cooperativa Grotte - Via Castello. 83 - Tel. 0541/984694 (Juni bis September 9 -12/15 – 19 Uhr geöffnet; April, Mai und Oktober Samstagnachmittags und Sonntags; die übrigen Monate Sonntagnachmittags)